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Distanz: 41.5 km
Gesamter Aufstieg: 1285 m
Fahrtzeit: 3 Std. 46 min.
Standzeit: 2 Std. 08 min. (Picknick Hulftegg und Kaffeepause vor der letzten Abfahrt im Restaurant Chrüütz)

Nach der Tour "Schnebelhorn" mit Start in Bauma zog es mich (Chrigi war allerdings heute auch dabei) nun schon das zweite Mal in Richtung Ostschweiz. Der Start- und Zielpunkt war direkt beim Bahnhof im kleinen Dörfchen Steg im Tösstal. Nachdem der Rucksack geschnallt, die Blase gelehrt und unsere GPS bereit waren, konnte es endlich losgehen. Nur ganz kurz hatten wir Zeit uns ein wenig aufzuwärmen und unsere Bikes in Schwung zu bringen, denn die Tour begann gleich mit einem Paukenschlag! Innerhalb von wenigen Kilometern stieg die noch asphaltierte Strasse auf über 1000 MüM in Richtung Tierhag. Chrigi's Meinung zu diesem happigen Aufstieg: "Das esch en Souchäib"! 

Kurz vor dem Restaurant Tierhag bog die Strasse links in den Wald hinein (erstes Bild in der letzten Reihe). Trotz Fahrverbot für Autos und Motorräder mussten wir hier einmal vom Bike steigen, weil uns von hinten ein Auto an der steilsten Stelle überholen wollte. Dass wir anschliessend wieder Mühe hatten den Tritt zu fassen, war denen natürlich egal. Kurze Zeit später hatten wir nach nicht einmal einem Viertel der Strecke den höchsten Punkt der heutigen Tour bereits passiert.
Das folgende Teilstück war geprägt von herrlichen Single-Trails, wurzeligen Aufstiegen und zum Teil kniffligen Abfahrten, wobei einige Stellen aus unserer Sicht nicht mehr fahrbar waren. Die Risikobereitschaft vor unserer Alpenüberquerung in einer Woche war natürlich auch nicht mehr so gross, und so erreichten wir wohlbehalten die Höhen der Hulftegg. Weil wir unser eigenes Picknick dabei hatten, fuhren wir (wie schon bei der ersten Beiz) auch am Restaurant Hulftegg vorbei und genossen kurze Zeit später auf einem Hügel unsere wohlverdiente Mittagspause. 

Nach unserer Stärkung folgte die Abfahrt nach Fischingen. Mit quitschenden (ein kleiner Wink an Christian) und beinahe glühenden Scheibenbremsen verflogen die vorher so hart erarbeitenden Höhenmeter wie im Nu. Unsere Fahrt durch zum Teil verwilderte Wiesen und Wälder wurde ab und zu von umgestürzten Bäumen oder sonstigen Hindernissen abrupt unterbrochen. Die letzten Meter bis in's Dorf Fischingen führten dann nochmals der Hauptstrasse entlang und dienten für uns zudem als kleine Erholung. Im ersten Bild in der letzten Reihe ist das Dörfchen Fischingen zu sehen, wo Christian anscheinend vor Jahren einmal in einem Musiklager war.
Der folgende Aufstieg führte uns auf einen Grat, der in der Routenbeschreibung besonders hervorgehoben wurde: Gefährlich (weil an einem steilen Abhang), aber mit einer wunderbaren Aussicht über das Toggenburg. Zudem war das Teilstück zwischen der Höll (vorletztes Bild) und dem Grat als Tragstück angegeben. Nun gut, für uns war es ja heute nicht das erste Mal, dass wir unsere Bikes schieben mussten. Nach diversen Kehren erreichten wir den höchsten Punkt des Kantons Thurgau auf 991,1 MüM. Was wir vorerst nicht bemerkten, war die vorhandene Kantonsgrenze zwischen St. Gallen und Thurgau, die mit einem speziellen Stein markiert war. 

Nach der Abfahrt vom Grat war die Schlaufe nach Fischingen (gut zu erkennen auf der abgebildeten Route) damit beendet und wir legten noch einmal eine gemütliche Kaffeepause im bereits erwähnten Restaurant Chrüütz ein. Ausser einem sehr steil abfallenden Schlussstück hinunter in's Tösstal war im Anschluss nichts spektakuläres mehr dabei. Und so erreichten wir kurz nach 16 Uhr den Bahnhof in Steg und machten uns mit dem Auto auf den Weg nach Hause.

 

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