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Distanz: 48.0 km
Gesamter Aufstieg: 1163 m
Fahrtzeit: 3 Std. 30 min.
Standzeit: 0 Std. 38 min. (Picknick auf dem Hörnli)

Als ich am frühen Morgen in Lengnau losfahren wollte und das Bike aus dem Keller holte, musste ich mit Schrecken feststellen, dass der Hinterreifen komplett platt war! Da hat sich wahrscheinlich auf der Gisliflue ein spitziger Stein durch den Gummi gebohrt. Also machte ich zuerst noch einen kleinen Abstecher zum Velo-Mech und liess einen neuen Pneu und Schlauch montieren. Schliesslich wollte ich die Tour bei diesem Prachtswetter keinesfalls verschieben!
Den Bahnhof in Turbenthal erreichte ich dann kurz vor 10 Uhr. Sofort schnallte ich meine sieben Sachen und fuhr der Töss entlang Richtung Hörnli. Je weiter ich das Tal aufwärts fuhr, umso weniger Wasser führte der Fluss. Schlussendlich war das Bachbett völlig ausgetrocknet, wie man auf den ersten Bildern gut erkennen kann.

Nach ungefähr einer halben Stunde fand dann das lockere Einfahren ein jähes Ende. Auf der (noch) geteerten Strasse erklomm ich nun Meter für Meter auf den höchsten Punkt des heutigen Tages - dem Hörnli im Kanton Zürich. Schon bald einmal konnte ich durch die Bäume das erste Mal die Antenne auf dem Gipfel erkennen. "Da fehlen aber schon noch ein paar Höhenmeter", dachte ich mir und verpasste deshalb beinahe die Einfahrt rechts in einen Wanderweg. Jetzt wurde es so richtig steil! Und weil ich jetzt auch keinen festen Untergrund unter mir vorfand, musste ich das Bike für eine gewisse Zeit schieben. Oben angekommen - auf immerhin 1127 Meter über Meer - machte ich's mir zuerst einmal auf einer Parkbank gemütlich und verzerrte gierig meine eingepackten Sandwiches.


Die Aussicht in die weite Umgebung war herrlich und nur durch den Dunst ein wenig getrübt. Weit hinten konnte man sogar noch die Alpen erkennen, wo sich bereits einige harmlose Gewitterwolken türmten. Wenn wir gerade beim Wetter sind: Jetzt konnte ich auch einmal die Mess-Station der Herren Wick und Kachelmann sehen, die am Turm verankert ist. Die Sonne brannte nun trotz der Höhe so richtig auf mich herab und deshalb entschied ich mich, die Fahrt möglichst bald fortzusetzen. Irgendwie kam mir dann die Strecke plötzlich sehr bekannt vor! Klar, das Restaurant "Chrüütz" von der Fischingen Tour, wo Chrigi und ich letztes Jahr einen Halt machten. Die Abfahrt nach Fischingen schlängelte sich dann aber über einen schmalen Pfad durch den Wald, der mir wieder völlig unbekannt war.


Kurz nach Fischingen musste ich nochmals etliche Höhenmeter zurücklegen. An den kleinen Dörfchen "Schurten" und "Sitzberg" vorbei, überschritt ich auf dem Ensberg zum zweiten Mal des Tages die 800 Meter. Während dem Downhill nach Bichelsee-Balterwil musste ich dann sogar einmal zu Boden, als das Bike im Gegensatz zu meinem Körper wegen einer Wurzel plötzlich stillstand. Aber zum Glück war mein Tempo hier so gering, dass nichts weiter passierte. Der Radweg zurück nach Turbenthal führte mich noch am Bichelsee vorbei, wo ich noch einmal eine kurze Pause einlegte und die letzten Riegel als Stärkung zu mir nahm.

Wie man auf der folgenden Graphik gut erkennen kann, hatte ich den höchsten Punkt des Tages bereits nach gut 16 Kilometern hinter mir. Trotzdem war der zweite Aufstieg wegen der aufkommenden Hitze (>30°C) härter für mich.

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