Distanz: 34.0 km
Gesamter Aufstieg: 875 m
Fahrtzeit: 2 Std. 50 min.
Standzeit: 1 Std. 10 min. (Pause auf der Rothenflue)
Der strömende Regen am Morgen zwang mich noch etwas mit der Biketour zu warten, und so konnte ich in aller Ruhe das notwendige Material (Trinkrucksack, Photoapparat, Essen, usw.) vorbereiten. Gegen Mittag fuhr ich dann mit dem Auto los Richtung Fricktal. Startort war wiederum der Bahnhof Frick, von wo ich schon letztes Jahr zur Wasserflue-Tour gestartet bin. Im Fricktal hingen aber die Wolken noch dicht und so musste ich mir auf den ersten Metern noch einige Regentropfen gefallen lassen!
Die ersten zwei Kilometer waren mir schon bestens bekannt und ich wusste auch, dass es schon bald sehr steil aufwärts geht. Die Waldwege waren zudem vom Regen ziemlich weich und zerrten an den Kräften. Nach ungefähr einer halben Stunde begann sich die Wolkendecke aufzureissen und die ersten Sonnenstrahlen fanden den Weg durch die Baumwipfel. Die Zeit war gekommen um die ersten Photos zu machen:
Den ersten Gipfel hatte ich also ohne grosse Hindernisse hinter mich gebracht. Der jetzt leicht abfallende Parcours führte durch einen schmalen, wurzeligen Waldpfad, bei dem nicht nur Kraft, sondern auch etwas Technik gefragt war. An einem grossen Waldameisen-Haufen vorbei näherte ich mich nun dem ersten Rastplatz auf der Rothenfluher-Flue (komischer Name). Die herrliche Aussicht und der Sonnenschein bewegten mich dazu, hier ein wenig zu "sünnelen" und mich zu verpflegen. Ein Blick in's Tal zeigte mir das Dorf Rothenfluhe mit der Jurakette im Hintergrund. Nach einer knappen Stunde verdeckten leider wieder Wolken die Sonne und ein kühler Wind blies mir entgegen. Mit schweren Beinen fuhr ich also weiter der GPS-Route entlang (das 2-wöchige Training hinterlässt so allmählich Spuren).
Die Abfahrt hinunter in's Dorf Rothenflueh folgte wiederum einem schmalen, mit Pflanzen überwachsenen Wanderweg, der mich immer wieder zum Absteigen zwang. Das Dorf selbst befindet sich auf ca. 480 MüM. Das heisst, dass ich bis zum höchsten Punkt des Tages noch einmal 280 Höhenmeter zu bewältigen hatte. Eigentlich ja nicht so viel, aber der schwere Boden und die müden Beine forderten mich noch zusätzlich. Oben angekommen, öffnete sich mir ein wunderbarer Blick bis hinüber in den Schwarzwald. Die Strecke gehört übrigens auch zum Fricktaler Höhenweg. Noch ein Photo von der Feuerstelle und schon gings weiter dem Wanderweg entlang Richtung Frick.
Bei der Abfahrt durch den Wald gab es noch einmal einige knifflige Passagen zu bewältigen, bevor die Route wieder in die selbe Strasse wie zu Beginn einbog. Den Bahnhof Frick erreichte ich dann nach einer Fahrtzeit von nicht ganz drei Stunden.
Der Tiersteinberg war noch einige Meter höher als die Rothenfluher Flue. Die 800-Meter-Marke habe ich dieses Mal aber nicht ganz erreicht.